Eine gute Vorbereitung auf das Mastering trägt wesentlich zu einem besser klingenden und weniger kostspieligen Ergebnis bei. Die Vorbereitung auf das Mastering ist ein wichtiger Schritt. Im Folgenden findest du einige nützliche Ratschläge:
Buche die Sitzung mindestens eine Woche im Voraus, damit du Zeit hast, über alle Fragen in letzter Minute zu entscheiden. Vergiss nicht, dass du den Input von uns zu deinem Mix im Voraus kostenlos bekommen kannst, was ich dir sehr empfehle.
Mach eine Liste mit den Liedern in der Reihenfolge, die du auf der endgültigen CD oder dem Vinyl haben willst. Wenn du um bestimmte Bearbeitungen bittest, schreibe sie bitte auf. Schreibe auch alle anderen Dinge auf, wie z.B. das Anheben der Tiefen in einem Lied etc.
Stelle sicher, dass du eine Liste mit Telefonnummern zur Verfügung stellst, unter denen du, dein Produzent und deine Bandmitglieder erreichbar sind.
Bringe die Mixe mit der höchstmöglichen Auflösung mit. Führe beim Mixing keine Buss-Kompression durch (es sei denn die Art der Musik verlangt danach), sondern sorge nur dafür, dass die Mixe gut klingen.
Wenn du Geräusche entfernen möchtest, füge bitte Beispiele für die Bodengeräusche bei, die du entfernen möchtest - ein paar Sekunden wären großartig.
Eine Liste mit dem Tempo und der Tonart jedes Liedes haben. Das ist nötig, weil der allerletzte Beat des ersten Liedes mit dem Downbeat des nächsten Liedes übereinstimmen muss, um den Fluss des Albums aufrechtzuerhalten. Das nennt man Spread und wird in den meisten Fällen verwendet.
Füge alle ISRC-Codes zu den Liedern hinzu, falls du sie geschrieben haben möchtest. Wir müssen sie haben, bevor wir die Master-Disc brennen. Die Codes werden auf die CD geschrieben - in den Subcode - Q-Kanal, denn jede Aufnahme hat ihren eigenen Code. Jeder ISRC ist eine eindeutige und dauerhafte Kennung für eine bestimmte Aufnahme, die als ihr digitaler Fingerabdruck dauerhaft kodiert werden kann. Sie ermöglichen die automatische Identifizierung von Aufnahmen für die Zahlung von Tantiemen. Jeder ISRC ist 12 Zeichen lang. Weitere Informationen findest du im Internet.
Bringe einige Aufnahmen mit, die deiner Meinung nach mit deiner Musik übereinstimmen. Sie helfen dem Mastering Engineer, ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Art von Sound du dir wünschst. Dabei geht es nicht darum, jemanden zu kopieren, sondern vielmehr darum, die Beziehung zwischen deiner Musik und dem Klang besser zu verstehen.
Bitte den Mischtechniker, mehrere Mixe desselben Songs anzufertigen, eine "Vocal up", eine "Vocal down", eine "Solo up" und eine "Solo down". Du wirst froh sein, das getan zu haben. Durch die Kompression wird die Balance zwischen den Leads und dem Track-Bett verändert, so dass der Mastering-Engineer etwas Raum zum Atmen hat und ein besseres Endprodukt erhält. Es ist besser, wenn der Gesang zu heiß ist, als wenn er zu weich ist.
De-Esser beim Mixing von Gesang verwenden, er sorgt für Klarheit und verhindert, dass der Klang zu hart wird. Außerdem solltest du beim Mixing einen Autotuner verwenden, da wir die Stimme beim Mastering nicht mehr stimmen können. Achte auf die Becken, sie sind meist zu heiß. De-Essing ist beim Mastering für Vinyl sehr wichtig, bitte kontaktiere uns für weitere Informationen.
Bring immer Sicherheitskopien deiner Mixe mit! Es wäre eine gute Idee, die Original-Premixe mitzubringen. Erstelle also immer einen unkomprimierten Mix zusammen mit dem komprimierten Mix, den du während des Mixdowns vorbereitet hast.
Überprüfe deine Mixe, bevor du sie bei uns einreichst: Höre sie mit guten Lautsprechern und in verschiedenen Lautstärken an. Vergewissere dich, dass der Mix nicht übersteuert ist. Eine gute Faustregel ist, dass die Spitzenwerte unter -6 dB liegen sollten.
Mische immer in 24 oder 32 Bit, auch wenn die Ausgangsspuren 16 Bit haben! Wandle die Samplerate nicht um!!! Lass am Anfang und am Ende des Liedes immer etwas Platz (mindestens 5 Sekunden) und führe keine Bearbeitung oder Überblendung durch.
Wenn du CD oder DAT einreichst, vermeide immer digitales Clipping und verwende externe Wandler. Da die Messgeräte der meisten DAT-Recorder nicht genau sind, solltest du darauf achten, dass die Spitzenwerte nicht über -3 oder -4 dB steigen. Komprimiere niemals den Stereo-Ausgangsbus, es sei denn, die Musik erfordert dies und es dient zu musikalischen Zwecken, nicht zum Quetschen.
Exportiere die Mixe als .wav- oder .aiff-Dateien mit 24 oder 32 Bit, je höher die Auflösung, desto besser. Brenne die Dateien auf CD/DVD, bringe sie auf USB-Sticks oder Festplatten mit oder schicke sie über Dropbox oder WeTransfer. Wenn es sich um ein Band handelt, achte darauf, dass es richtig beschriftet und markiert ist.
Für eine DAT-Datei solltest du alle Lieder kennzeichnen und, weil Bänder manchmal zerkaut werden (sie waren nie als Profi-Format gedacht), solltest du sie sichern, bevor du sie hierher bringst.